Messung von Gasfackeln und Emissionsminderungen
Neue Technologien erfassen Gasfackel-Emissionen zur Stromerzeugung.

Crusoe Energy gibt an, dass sein Bitcoin-Mining-System bis zu 2/3 der Methanemissionen vermeidet, die auftreten würden, wenn das Gas abgefackelt oder verbrannt wird.
Als Gesellschaft sind wir auf fossile Brennstoffe angewiesen, um unsere Häuser zu beheizen und mit Energie zu versorgen, unsere Fahrzeuge zu betreiben und Plastik, Stahl und verschiedene andere Produkte herzustellen. Wenn fossile Brennstoffe verbrannt werden, emittieren sie Treibhausgase, die Wärme in der Erdatmosphäre festhalten. Diese überschüssige Wärme trägt zum Klimawandel bei. Während des Extraktionsprozesses gibt die Öl- und Gasindustrie viele wertvolle Abfälle und Nebenprodukte frei, einschließlich Kohlenwasserstoffgase. Um mit diesen Abfällen umzugehen, werden die Kohlenwasserstoffe (hauptsächlich Methan) häufig abgefackelt. Das Abfackeln von Methan verursacht eine Reaktion, die Kohlendioxid produziert, ein Treibhausgas mit einem erheblich niedrigeren Erwärmungspotenzial. Unternehmen wie ExxonMobil, Chevron und Shell haben das Abfackeln zu einer gängigen Praxis in der Industrie gemacht.
Einige Unternehmen erkunden die Möglichkeit, dieses abgefackelte Methan umzuleiten, um Strom für das Krypto-Mining zu erzeugen, das enorme Energie benötigt, um digitale Vermögenswerte zu schaffen. Diese Vermögenswerte werden durch „proof of work“ unterstützt, das Transaktionen verifiziert und neue Kryptowährungseinheiten erstellt.
Es gibt einige potenzielle Vorteile dieses Ansatzes. Erstens reduziert die Nutzung von abgefackeltem Methan zur Stromerzeugung direkt im Ölfeld die Menge an direkt in die Atmosphäre freigesetztem Methan, was ein positives Umweltergebnis darstellt. Darüber hinaus könnten einige Öl- und Gasunternehmen in der Lage sein, zusätzliche Einnahmen zu generieren, indem sie den Strom, den sie erzeugen, an Krypto-Miner verkaufen. Die schweren Umweltauswirkungen von Blockchain-Technologien, insbesondere beim Krypto-Mining, haben eine Debatte und eine Bewegung hin zu „kohlenstoffneutralen“ Kryptowährungen ausgelöst. Die Flare-Technologie bietet eine Möglichkeit, Abfallprodukte zu nutzen. Neben der Stromerzeugung kann der Abfackelprozess die erzeugte Wärme, Kohlendioxid und Wasserdampf nutzen, um vertikale Gewächshausfarmen zu betreiben. Solche containerisierten Farmen können frisches grünes Essen liefern, eine weitere Einnahmequelle und ökologischen Reiz. Pflanzen dienen auch der Kohlenstoffdioxidabscheidung und der Produktion von CO2-Emissionsquoten.
Es gibt jedoch auch einige potenzielle Nachteile dieses Ansatzes. Zum einen ist die Nutzung von abgefackeltem Methan zur Stromerzeugung im Vergleich zu emissionsfreien Formen der Energieerzeugung, wie Solar- oder Windenergie, nicht kohlenstoffneutral. Daher ist das Abfackeln eine kurzfristige Lösung, um den Weg zu Netto-Null zu schaffen. Darüber hinaus bedeutet die volatile Natur der Kryptowährungspreise, dass die Abhängigkeit von Einnahmen aus dem Krypto-Mining möglicherweise keine stabile oder nachhaltige Einkommensquelle für Öl- und Gasunternehmen darstellt.
Obwohl die Nutzung von abgefackeltem Methan zur Stromerzeugung für das Krypto-Mining einige potenzielle Vorteile haben mag, ist sie keine langfristige Lösung für das Problem der Treibhausgasemissionen aus Öl- und Gasoperationen. Stattdessen müssen wir uns darauf konzentrieren, zu erneuerbaren Energiequellen überzugehen, um die Wurzel dieses Problems anzugehen.
Angesichts der Auswirkungen, die das Abfackeln auf die Umwelt hat, ist es unerlässlich, die CO2-Emissionen, die aus diesen Operationen stammen, zu quantifizieren. Durch die Nutzung eines Fernerkundungsalgorithmus kann das Volumen des abgefackelten Methangases bestimmt werden. Mit einem bekannten Volumen können die CO2-Emissionen abgeleitet werden. Die fernüberwachten Daten liefern dem Anlagenmanager zeitnahe und wissenschaftlich fundierte Emissionsmessungen.