Wie der Klimawandel die Hurrikansaison beeinflusst
Hurrikane oder tropische Zyklone bilden sich über warmen Ozeanwässern, typischerweise wenn die Oberflächentemperaturen des Meeres 26,5 °C (ungefähr 80 °F) überschreiten. Das warme Wasser nährt den Sturm und liefert die notwendige Wärme und Feuchtigkeit...

Hurrikane oder tropische Zyklone bilden sich über warmen Ozeanwässern, typischerweise wenn die Oberflächentemperaturen des Meeres 26,5 °C (ungefähr 80 °F) überschreiten. Das warme Wasser nährt den Sturm und liefert die Wärme und Feuchtigkeit, die für den Konvektionsprozess notwendig sind, der zur Bildung von Gewittern und schließlich zu Hurrikanen führt.
Schlüsselfaktoren, die das Verhalten von Hurrikanen beeinflussen
- Oberflächentemperaturen des Meeres: Wärmere Ozeantemperaturen tragen zu stärkeren Hurrikanen bei. Eine Studie von Kossin et al. (2020) in der Zeitschrift Nature hat ergeben, dass die Erwärmung des Ozeans die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Intensivierung von Hurrikanen erhöht hat. Das bedeutet, dass Stürme viel schneller als in der Vergangenheit ihre maximale Intensität erreichen können, was größere Risiken für betroffene Gebiete mit sich bringt.
- Atmosphärische Bedingungen: Veränderungen in den atmosphärischen Zirkulationsmustern, die durch den Klimawandel beeinflusst werden, können die Bahnen und Lebensdauern von Hurrikanen beeinflussen. Ein in Geophysical Research Letters veröffentlichter Artikel von Emanuel (2017) deutete darauf hin, dass Veränderungen in den Windmustern dazu führen könnten, dass mehr Hurrikane ungewöhnliche Wege nehmen, was möglicherweise Regionen betrifft, die zuvor als sicher galten.
- Feuchtigkeit und Niederschlag: Eine wärmere Atmosphäre hält mehr Feuchtigkeit. Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) berichtet, dass die Atmosphäre für jeden Anstieg der Temperatur um 1 °C etwa 7 % mehr Feuchtigkeit halten kann. Dies führt zu stärkerem Niederschlag während Hurrikanen, was das Risiko von Überschwemmungen selbst bei Stürmen ähnlicher Intensität im Vergleich zu denen in der Vergangenheit erhöht.
- Steigende Meeresspiegel: Da die Meeresspiegel aufgrund des Schmelzens der Eiskappen und der thermischen Ausdehnung des Meerwassers steigen, sind Küstengebiete größeren Risiken durch Sturmfluten ausgesetzt. Laut einer Studie in Nature Climate Change von Tebaldi et al. (2012) können steigende Meeresspiegel die Auswirkungen von Hurrikanen verschärfen, was zu schwereren Überschwemmungen in Küstengemeinden führt.
Die zunehmende Häufigkeit von schweren Hurrikanen
Während die Gesamtzahl der Hurrikane möglicherweise nicht dramatisch gestiegen ist, hat der Anteil der schweren Hurrikane (Kategorie 3 und höher) zugenommen. Forschungen, die in Nature von Kossin (2018) veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass dieser Trend direkt mit steigenden globalen Temperaturen korreliert ist. Mehr schwere Hurrikane bedeuten größere Zerstörung, da diese Stürme stärkere Winde mit sich bringen und katastrophale Schäden verursachen können.
Dies zeigt sich am jüngsten Hurrikan Helene, der in Florida, Georgia und den Carolinas weitreichende Zerstörungen verursachte. Asheville, North Carolina, wurde besonders hart getroffen. Aufgrund der erhöhten Intensität durch den Klimawandel und bereits starker Niederschläge von einer anderen Front, die sich in den Tagen zuvor angesammelt hatte, wie in einem Artikel von Julia Jacobo erwähnt. Die Topographie der Region half ebenfalls nicht, da die Berge einen Effekt erzeugen, der die Menge an Feuchtigkeit in der Luft erhöht, was zu einem viel stärkeren Niederschlag führte als ursprünglich erwartet. All dies zusammen führte zu den enormen Überschwemmungen, die Asheville getroffen haben.
Regionale Variabilität und Verwundbarkeit
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Hurrikansaisons sind weltweit nicht einheitlich. Regionen wie die Karibik und der Golf von Mexiko haben einen Anstieg der Hurrikanaktivität erlebt, während andere Gebiete möglicherweise einen Rückgang erfahren. Küstengemeinden, insbesondere solche mit verwundbarer Infrastruktur und Bevölkerung, stehen vor erheblichen Herausforderungen. Die Kombination aus intensiveren Stürmen, steigenden Meeresspiegeln und erhöhten Überschwemmungen kann die Notfalldienste überfordern und die lokalen Volkswirtschaften stören.
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Literaturverzeichnis
- Kossin, J. P., et al. (2020). “Extreme Stürme und Klimawandel.” Nature.
- Emanuel, K. (2017). “Bewertung der gegenwärtigen und zukünftigen Wahrscheinlichkeit von Hurrikan Harveys Niederschlag.” Geophysical Research Letters.
- IPCC (2021). “Klimawandel 2021: Die physikalische Wissenschaftsbasis.”
- Tebaldi, C., et al. (2012). “Modellierung der Auswirkungen des Anstiegs des Meeresspiegels auf Sturmflutüberschwemmungen.” Nature Climate Change.
- Kossin, J. P. (2018). “Eine globale Verlangsamung der Übersetzungsgeschwindigkeit tropischer Zyklone.” Nature.
- Julia Jacobo (2024). “Warum war die Überschwemmung in Asheville, North Carolina, so extrem? Meteorologen erklären.” abc NEWS
AI wurde verwendet, um beim Schreiben dieses Artikels zu helfen.